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Poulet „Sweet and Sour“ mit Peperoni und grünen Bohnen

sweet-sourPoulet Sweet and Sour

250 g Jasminreis
1 EL Maizena
3 EL Zucker
1 dl Sojasauce
1 dl Weisswein-Essig
2 EL Erdnussöl
400 g Pouletbrüstchen, in Streifen oder Würfel schneiden
2 Peperoni (je 1 rot und 1 gelb)
250 g grüne Bohnen
1 Zwiebel, gehackt oder in Streifen
3 Zehen Knoblauch, gehackt
20 g frischer Ingwer, schälen und fein reiben
1 Bund Frühlingszwiebeln
Chiliflocken, Meersalz und Pfeffer aus der Mühle
2 EL Spanische Nüssli, gehackt und in einer Pfanne ohne Fett geröstet (optional)

Reis nach Packungsangabe kochen. Teller vorwärmen. In einer kleinen Schüssel Zucker, Maizena, Sojasauce und Essig mischen und zur Seite stellen.

Peperoni waschen, halbieren, entkernen. Die Hälften nochmals halbieren und in Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln mit dem schönen Grün in Scheiben schneiden. Bohnen rüsten und im siedendem Salzwasser während 3 Minuten blanchieren, Bohnen in einem Sieb abgiessen und kurz abtropfen lassen und in eine Schüssel mit Eiswasser geben. Dadurch wird der Garprozess sofort unterbrochen, was den Bohnen neben den Vitaminen und Nährstoffen auch die schöne grüne Farbe erhält. Anschliessend die Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden.

Einen Wok leer erhitzen, etwas Öl hineingeben und die Poulet-, Bohnen- und Peperonistücke unter häufigem Wenden 5 Minuten kräftig anbraten. Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer beigeben und für weitere 4 Minuten rührbraten. Die vorbereitete Sweet & Sour Sauce dazugeben und weiter mischen bis die Sauce leicht eindickt. Mit Chiliflocken, Meersalz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Mit den gerösteten Nüsschen garnieren (optional) und sofort servieren.

Reiskegel: den gekochten Reis in einen Trichter geben, ein bisschen festdrücken und den Reiskegel auf den Teller stürzen.

Inspiration: Martha Steward’s „Everyday Food Magazine“ (Ipad Apps)

Zürichsee Fischsuppe – ein wahrer Gaumen- und Augenschmaus

Ein einfaches und schnelles Fischsüppli, das fantastisch gut schmeckt und zudem hammermässig präsentiert.

zuerisee-fischsueppliZürichsee Fischsuppe

500 g Saiblingfilet ohne Haut oder andere feine Zürichsee Fischfilets wie zB Forelle, Egli, Felchen, Zander
4 dl Premium Fischfond
5 dl Gemüsebouillon
1 dl Weisswein
1 dl Noilly Prat
Gemüseeinlage: ein Fenchel, zwei Rüebli, eine Herzstange vom Stangensellerie, eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen
12 Cherrytomaten, in Scheiben schneiden
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
1 Briefli Safran gemahlen
1 Böxli Safranfäden
Schnittlauch
glattblättrige Petersilie
Zwiebelstreifen, Knoblauchscheiben, möglichst dünn geschnittenes Gemüse (ausser Tomaten) in etwas Öl oder Butter anziehen lassen. Mit dem Wein und Noilly Prat ablöschen, etwas einkochen lassen und dann den Safran, den Fond und die Bouillon dazugeben. Alles circa 15 Minuten köcheln lassen. In der Hälfte der Zeit die Cherrytomatenscheiben dazugeben. Jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken!

Währenddessen die Fischfilets in ca. 2 cm breite Streifen schneiden. Am Schluss die Filetstreifen kurz (max. 3 Minuten!) in der Suppe bei reduzierter Hitze nur noch ziehen lassen. Mit Peterli und Schnittlauch in Suppentellern anrichten.

Dazu passt sehr gut im Ofen geröstetes Chiabatta oder Pariserbrot serviert mit einer Safran-Mayonnaise

Schnelle Safran-Mayonnaise
2 frische Eier
1 Knoblauch, gepresst
1 EL Dijonsenf
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
2 dl Sonnenblumenöl
2 EL frisch gepressten Zitronensaft
1 Briefli Safranpulver

Die Eier, ca. zwei Prisen Salz, Pfeffer, Senf und die Knoblauchzehe in einem hohen Mixbecher kurz mit einer Gabel mischen. Mit dem Stabmixer schaumig mixen und gleichzeitig das Sonnenblumenöl in einem einzigen Strahl zugeben. Fertigmixen bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Das ganze dauert ca. eine Minute. Das Safranpulver und den frisch gepressten Zitronensaft beigeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fischfond selbergemacht
Aus Fischgräten kann man auch selber einen Fischfond als Basis für die Suppe zubereiten: Dazu in einer Pfanne etwa 600 g Fischgräten mit geschältem und in Würfel geschnittenem hellem Suppengemüse (Zwiebeln, Lauch, Sellerie usw.), einigen Pfefferkörnern, 1 Lorbeerblatt, 1½ Litern Wasser und 1 dl Weisswein aufkochen. Nun den Fond 30 Minuten ungedeckt am Siedepunkt ziehen lassen. Anschliessend durch ein mit einem Küchentuch ausgelegtes Sieb passieren. Fertig ist die hausgemachte Suppenbasis!

Boeuf Bourguignon à la Julia Child

Boeuf Bourguignon hat einen festen Platz in der französischen Küche. Es vereint die besten Zutaten, die das Burgund zu bieten hat: Rindfleisch (le boeuf) und Burgunderwein (le vin Bourguignon). Neu aufgetischt wird dieser französischer Küchen-Klassiker im Film «Julie & Julia», ein Film in dem sich die New Yorker Hobbyköchin Julie Powell ein ganzes Jahr lang durch das Kochbuch «Mastering the Art of French Cooking» der Amerikanischen Küchengöttin Julia Child kocht. Auf der Jagd nach obskuren Zutaten für Hummer oder Beurre Blanc, bei nächtlichen Kochgelagen oder dem Versuch, die perfekte Omelette-Wendetechnik zu erlernen, entdeckt sie jedoch mehr als nur den Spass am Kochen: nämlich die Lust am Leben selbst. Und im besten Fall steht derweil ein Boeuf Bourguignon auf dem Tisch.

Allein der Duft, der  durch die Wohnung strömt, wenn der Schmortopf dann mit seinem leckeren Inhalt (Rindfleisch in Rotwein mit Speck, Pilze und Rüebli) im Backofen vor sich hin köchelt – fantastique! Das tolle ist: am nächsten Tag aufgewärmt schmeckt es fast noch herrlicher. Und natürlich MUSS dazu Rotwein getrunken werden. Julia Child empfiehlt: Beaujolais, Côtes du Rhône, Bourdeaux-St. Emilion oder am besten einen Burgunder.

boeuf-bourguignonBoeuf Bourguignon à la Julia Child
Boeuf Bourguignon frei übersetzt nach dem Rezept von Julia Child

Schritt eins: Die kleinen weissen Zwiebeln braun schmoren

24 Saucenzwiebeln > Tipp
2 EL Olivenö
2 EL Butter
1 dl Rindsfond oder Rinderbouillon oder trockenen Weiss- od. Rotwein
1 mittelgrosses Kräutersträusschen (4 Petersilienstängel, 1 Lorbeerblatt, ¼ TL Thymian in einem Filtertuch, falls vorhanden, sonst einfach so mit in den Topf geben)

Butter und Öl in einem Schmortopf stark erhitzen, die Zwiebeln dazugeben und kurz anbraten. Bei mässiger Hitze für 10 Minuten anschmoren und immer wieder mal wenden, damit sie überall schön braun werden. Die gewünschte Flüssigkeit, die Zwiebeln und das Kräutersträusschen hineingeben. Mit dem Deckel abdecken und für 25 Minuten auf geringer Flamme kochen bis die Zwiebeln schön weich sind, ohne ihre Form zu verlieren und die Flüssigkeit verdampft ist. Das Kräutersträusschen herausnehmen.

Schritt zwei: Die Pilze anschmoren

2 EL Butter
2 EL Olivenöl
500 g frische Champignons, gewaschen, gut abgetrocknet, im Ganzen, geschnitten od. geviertelt, je nach Grösse
2 EL gehackte Schalotten od. Frühlingszwiebeln
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle

Butter und Öl in die sehr heisse Pfanne geben. Sobald der Butterschaum abklingt, ist die Pfanne heiss genug und die Pilze können zusammen mit den Schalotten hinein. Die Pfanne für 4-5 Minuten schwenken. Bei mässiger Hitze für 2 Minuten anschmoren.

Schritt drei: Das Rindfleisch garen

200 g geräucherten Speck, am Stück
3 EL Olivenöl
1 kg mageres Rindfleisch (Bratenstück von der Schulter) in 3 cm grosse Stücke geschnitten
1 Rüebli, schälen und in kleine Scheiben schneiden
1 Zwiebel, schälen, halbieren und in Scheiben schneiden
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
2 EL Mehl
7 dl guten Rotwein
5-7 dl Rinderfond oder -bouillon
1 EL Tomatenmark
1 TL Thymian,
2 zerdrückte Knoblauchzehen
1 Lorbeerblatt

Die Speckschwarte abschneiden und den Speck in Lardons (=Streifen ½ cm dick, 4 cm lang) schneiden. Die Schwarte und die Speckstreifen in 1 l Wasser für 10 Minuten aufkochen. Danach abgiessen und den Speck trocken tupfen. Den Ofen auf 230° C vorheizen. Die Lardons in wenig Olivenöl bei mittlerer Hitze während 2-3 Minuten leicht anbraten. Den Speck ohne das Öl herausheben und zur Seite stellen. Das Rindfleisch mit Küchenpapier abtrocknen und von allen Seiten schön anbraten. Das Fleisch zum Schinkenspeck legen. Die Rüeblistücke und die Zwiebel im selben Öl anbraten. Bratfett danach weggiessen. Das Fleisch und den Speck wieder in den Schmortopf geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit Mehl bestreuen und das Fleisch schwenken, damit es überall beschichtet wird. Nun den Schmortopf ohne Deckel in den vorgeheizten Ofen für 4 Minuten auf die mittlere Schiene geben. Das Fleisch wenden und für weitere 4 Minuten in den Ofen stellen. Das Mehl wird dadurch angeröstet und das Fleisch erhält eine leichte Kruste. Den Schmortopf herausnehmen und den Ofen auf 165° C herunter drehen. Den Rotwein und genug Rinderfond od. –bouillon hineingiessen, so dass das Fleisch geradeso bedeckt ist. Tomatenmark, Knoblauch, Kräuter, Rüebli, Zwiebel und Speckschwarte dazugeben und alles aufkochen. Den Deckel auf den Schmortopf aufsetzen und in den Ofen auf die untere Schiene für 2 Stunden stellen. Die Temperatur regulieren, damit es langsam köcheln kann. Das Fleisch ist durch, wenn es sich mit einer Gabel leicht aufpieken lässt.

Wenn das Fleisch weich ist, den Topfinhalt in ein Sieb geben und die Flüssigkeit in einem Saucentopf auffangen. Den Schmortopf kurz auswaschen und danach dass Fleisch und den Schinkenspeck wieder hineingeben. Die geschmorten Zwiebeln und die Pilze darüber verteilen. Von der Sauce das Fett abschöpfen. Die Sauce für 1-2 Minuten aufkochen. Zusätzliches Fett erneut abschöpfen. Man sollte etwa 6 dl Sauce haben, die so eingedickt ist, das sie leicht an einem Löffel haften bleibt. Wenn sie zu dünn ist, noch etwas einkochen oder wenn zu dick, noch etwas Rinderfond od. –bouillon zugeben. Nach dem Abschmecken die fertige Sauce über das Rindfleisch und Gemüse giessen. Eventuell noch Kartoffeln oder Nudeln dazukochen.

Bon appétit!

Tipp
Saucenzwiebeln schälen: Zwiebeln ca. 2 Minuten blanchieren, kalt abspühlen, Wurzelansatz grosszügig abschneiden, Zwiebeln am Krautansatz festhalten und einfach aus der Schale drücken.

Moules an roter Thai Curry Sauce

Crossover Küche – Frankreich trifft Thailand – Erlaubt ist, was schmeckt.

moule-red-thai-curryMoules an roter Thai Curry Sauce

2,5 kg Moules (de Bouchot)
3 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben schneiden
4 Stängel Zitronengrass, fein gehackt
5 dl Kokosmilch
3 EL rote Thai Curry Paste
2 EL Zucker
3 Thai Chilies, entkernen und in Streifen schneiden
Meersalz, zum abschmecken
1 Limone, Saft
1 Limone, Schnitze zum Garnieren
eine Handvoll Thai-Basilikum
20 Cherry Tomaten, halbiert
frische Korianderblätter, nach belieben zur Garnitur

Die Muscheln unter fliessendem Wasser gründlich wässern, evtl. vorhandene Bärte entfernen. Offene Muscheln, die sich auf Druck nicht schliessen wegwerfen, ebenso beschädigte Muscheln wegwerfen, sie sind ungeniessbar.

Öl in einem Wok oder einer grossen Chromstahlpfanne erhitzen. Knoblauch und Zitronengrass zugeben und unter kurzem rühren anziehen. Kokosmilch, Currypaste, Zucker und Chilies dazugeben und unter rühren zum kochen bringen. Muscheln beigeben, zugedeckt unter Hin- und Herbewegen der Pfanne bei grosser Hitze ca. 5 Minuten dämpfen, bis sich die Muscheln öffnen. Geschlossene Muscheln wegwerfen, sie sind ungeniessbar. Mit Salz und Limonensaft abschmecken. Tomaten und Basilikum untermischen. Nach belieben mit Koriander garnieren und sofort servieren..

Les fameuses moules de Bouchot du Mont-Saint-Michel

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Pastete Babuschka – eine russische Wundertüte

Die knusprige Wundertüte mit östlichem Anstrich zeigt ihr wahres Gesicht erst beim Aufschneiden. Praktisch für die Köchin bzw. den Koch ist, dass sich die Pastete gut im Voraus zubereiten lässt und sich sowohl warm als auch kalt servieren lässt.

pastete-babuschkaPastete Babuschka

2 Fertig-Kuchenteig, Ø 33cm

Füllung

200 g Speck, geräuchert
2 Zwiebeln, gehackt
1kg Wirz, Kabis oder Lauch, nach Vorliebe
3 EL Mehl
2 dl Crème fraîche
1 dl Kaffeerahm
Streuwürze
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle, wenig Muskat
2 TL Majoran
2 Eier
50 g Gruyère, gerieben (1)
50 g Gruyère, gerieben (2)

1 Ei, Eiweiss und Eigelb getrennt

Wirz oder Kabis vierteln und in feine Streifen schneiden. Alternativ Lauch halbieren und in schmale Scheiben schneiden. Speck in kleine Würfel schneiden, in einer grossen Pfanne glasig werden lassen. Zwiebeln und Gemüse beigeben und 10 Minuten mitdämpfen. Mehl darüberstreuen, mischen. Crème fraîche und Kaffeerahm dazugiessen und glattrühren. Würzen, mischen und auskühlen lassen. Die Eier mit einer Gabel gut verschlagen und mit dem Käse (1) unter die Füllung mischen.

1 Kuchenteig in ein gefettetes, rundes Blech (Ø 28-30cm) auslegen, einstechen, Füllung darauf verteilen und den Käse (2) darüberstreuen. Den Teigrand mit dem Eiweiss bepinseln und mit dem 2ten Kuchenteig bedecken. Teigdeckel gut andrücken, nach Lust und Laune verzieren und mit dem Eigelb bestreichen.

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen und die Pastete auf der zweitunterster Rille 30-40 Minuten fertig backen.

Quelle: Betty Bossi Kochbuch „Kochen für Gäste“, Jg 1982

Salade de Coquilles Saint Jacques – Jakobsmuschelsalat

salat-coquilles-st-jacquesSalade de Coquilles St-Jacques

Vorbereitung
5 dl Wasser
1 KL Salz
1 Zitrone
12 Jakobsmuscheln, frisch, ausgelöst

Die Zitrone auspressen und den Saft zusammen mit dem Wasser und dem Salz zum Kochen bringen. Die Jakobsmuscheln dazugeben, nochmals zum Siedepunkt bringen und 2 Minuten ziehen lassen. Nicht kochen! Die Jakobsmuscheln vom Herd nehmen und im Fond abkühlen lassen. Die erkalteten Muscheln aus dem Fond nehmen und in 5 mm dicke Scheiben schneiden.

Salat
2 rote Mini Cresta oder Chicorino rosso, 8 schöne Blätter beiseite stellen, Rest fein schneiden
2 weisse Chicorée, 8 schöne Blätter beiseite stellen, Rest fein schneiden1 Schalotte, fein gehackt
1 Handvoll frische Salatkräuter (Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Dill) fein gehackt
1 Handvoll rote Rettichsprossen

Dressing
3 El Sherry-Essig
5 El Sonnenblumenöl
1 Kl Dijon-Senf
1 Prise Meersalz, Pfeffer aus der Mühle, 1 Msp Currypulver, 1 Prise Paprika Edelsüss

alle Zutaten in einen Schüttelbecher geben und kurz shaken.

Anrichten
Den Salat schön anrichten, mit den Jakobsmuscheln belegen und mit dem Salat-Dressing nappieren.

Waldorfsalat mit Trüffelaroma- ein echter Salatklassiker

Seine Premiere feierte der Waldorfsalat Ende des 19. Jahrhunderts in New York, wo ihn der Schweizer Maître d’hôtel Oscar Tschirky (1866-1950) als eine seiner vielen Eigenkreationen im Hotel Waldorf zu Tisch brachte. Benannt ist der Salat nach William Waldorf Astor (1848-1919), der sich mit dem Bau des „Waldorf“-Hotels und dem späteren „Waldorf-Astoria“ einen Traum erfüllte.

1896 erschien das Rezept für Waldorfsalat im Kochbuch „The Cook Book by Oscar of the Waldorf „

waldorfsalatWaldorfsalat

Dressing
200 g Crème fraîche
180 g Nature Joghurt
150 g Mayonaise
2 Zitronen, Saft
1 EL frischer Ananassaft
2 EL Mayonnaise
1 TL weisses Trüffelöl
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle und Cayennepfeffer

alle Dressingzutaten mit dem Schwingbesen sämig rühren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Cayennepfeffer abschmecken.

Salat
1 Knollensellerie, geschält ca. 200 g, in 3 mm dicke Scheiben schneiden, aufeinanderlegen und in dünne Stifte schneiden.
2 säuerliche Äpfel (Granny Smith, Braeburn, Cox Orange)
2 süssliche Äpfel (Golden Delcious etc.)
Die Äpfel mit der Schale quer in 3 mm dicke Scheiben schneiden, aufeinanderlegen und ebenfalls in dünne Stifte schneiden.
Äpfel- und Selleriestreifen sofort mit dem Dressing mischen, damit diese an der Luft nicht braun anlaufen.
2 Chicoréesprossen, Blätter getrennt
100 g Walnusskerne
1 Baby Ananas, geschält und in kleine Würfel geschnitten

Die Chicoréeblätter auf einzelnen Tellern auslegen. Die Sellerie-Apfel-Mischung gleichmässig darauf anrichten und mit einer Handvoll frischen Ananasstücken und grob gehackten Baumnusskernen garnieren.

Den Salat zugedeckt mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.

Suur Lümmeli oder suure Mocke – ein Festtagsschmaus

Lümmelibroote (Basler Lummelbraten). Das Wort «Lummel» kommt vom Lateinischen «lumbus», was Lende bedeutet. Um ihr Fleisch haltbar zu machen, legten schon unsere Vorfahren ein grosses Bratenstück vor dem Kochen zehn Tage lang in eine Beize aus Wein, Gewürzen und klein geschnittenem Gemüse. Dieser Trick macht den „Suure Mocke“ (Sauerbraten) noch heute so zart, dass er sich mit der Gabel „schneiden“ lässt.

suur-lummel1Suur Lümmeli

600 g Rindsfilet (Lummel) am Stück

Beize
7dl Rotwein (Dôle oder Pinot noir)
2 dl Rotweinessig
½ Gläschen eingelegte Silberzwiebeln (200 g), abgetropft
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
einige Pfefferkörner, zerdrückt
einige Senfkörner, nach Belieben
1 Lauchstengel, in Stücken
2 Rüebli, in Stücken

2 Toastbrotscheiben, in Würfelchen
1,5 EL Mehl

1 TL Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
1 EL Mehl

Öl zum Anbraten
3 EL Madeira

Sauce
50 g Speckwürfeli
200 g Silberzwiebeln aus dem Glas, abgetropft und abgespühlt
1 kleine Dose Eierschwämme, abgetropft (100 g)
1 Bund glattblättrige Petersilie, gehackt
3 dl Beize, aufgekocht, abgesiebt
1 dl Fleischbouillon

2-3 EL Madeira, nach Belieben

Für die Beize alle Zutaten bis und mit Rüebli aufkochen, auskühlen lassen. Das Fleisch in ein Gefäss geben. Die Beize darübergiessen, das Filet muss vollständig damit bedeckt sein, sonst täglich wenden. Kühl stellen. Nach 4-6 Tagen das Fleisch herausnehmen, mit Haushaltpapier trocken tupfen.

Toastwürfelchen im Brattopf ohne Fett knusprig rösten und zur Seite stellen. Das Mehl ohne Fett haselnussbraun rösten, herausnehmen, beiseite stellen.

Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen, mit Mehl bestäuben. Im heissen Öl rundum anbraten, Madeira darübergiessen, Filet herausnehmen, beiseite stellen.

Für die Sauce die Speckwürfelchen ohne Fett anbraten, Silberzwiebeln mitbraten, Hitze reduzieren, Eierschwämme, Petersilie und geröstetes Mehl zugeben. Mit Beize und Bouillon ablöschen, Fleisch zugeben und auf kleinem Feuer zugedeckt 12-15 Minuten schmoren. Das Fleisch herausnehmen, zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Dann in Tranchen schneiden, anrichten. Die Sauce nach Belieben mit Madeira abschmecken, mit den Brotwürfelchen zum Fleisch servieren. Mit Toastbrotstern garnieren.

Kartoffelstock
Das Rezept zu dieser perfekten Beilage findest du hier

Orecchiette mit Rosenkohl und Speck – Röslichöl neu entdeckt

Diese köstliche Pasta macht jeden/jede zum erklärten Rosenkohl-Fan

orecchiette-rosenkohl-speckOrecchiette mit Rosenkohl und Speck

600 g Rosenkohl
400 g Orecchiette Pugliesi
16 Tranchen Bratspeck
60 g Butter
2 Knoblauchzehen gepresst
4 TL Oreganoblätter
3 dl Rahm
4 EL Zitronensaft
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
Parmesan, frisch gerieben zum Servieren.

Die äusseren Blätter vom Rosenkohl entfernen, den Strunk abschneiden und die Röschen vierteln. Wasser in einer grossen Pfanne aufkochen, salzen. In der Zwischenzeit die Specktranchen unter dem vorgeheizten Backofengrill knusprig braten. Herausnehmen und auf Haushaltpapier abtropfen lassen. Den Rosenkohl im siedendem Wasser 2 Minuten blanchieren. Abgiessen und sofort in Eiswasser kalt abschrecken. Butter in einer Bratpfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur schmelzen und darin Knoblauch und Oregano 1 Minute lang andünsten. Den Rosenkohl beifügen und 2-3 Minuten mitschmoren. Rahm, Zitronensaft und die al dente gegarten Teigwaren hinzufügen, gut durchmischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf vorgewärmte Teller verteilen und mit dem zerbröselten Speck und Parmesan bestreuen.

Quelle: Donna Hay

Tipp
Die Specktranchen in der Mikrowelle knusprig braten:
dazu 1  Blatt Haushaltpapier (HP) auf einen Teller legen und mit 4 Tranchen Speck belegen, mit einem weiteren Blatt HP abdecken und wieder mit 4 Tranchen Speck belegen und so fort. Die letzte Lage Speck mit einem Blatt HP abdecken und ca. 6 Minuten mit grosser Leistung knusprig braten. Abkühlen lassen, die Specktranchen beiseite stellen und die mit dem Fett vollgesogenen HP wegwerfen.

Cordon bleu – Simply the best

Cordon bleu – schon allein die Erwähnung dieses magischen Wortes lässt uns das Wasser im Munde zusammenlaufen.

cordonbleuCordon bleu 

4 Kalbsplätzli von der Nuss, à ca. 180 g, vom Metzger im Schmetterlingsschnitt schneiden lassen
4 Tranchen Vorderschinken
4 Scheiben Greyerzer à ca. 30 g
Dijonsenf
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle, Paprika
2 Eier
Meersalz, Piment d’espelette
Mehl
Panko
120 g Bratbutter
1 unbehandelte Zitrone, in Spalten geschnitten
glatte Petersilie zum Garnieren

Plätzli in einem Tiefkühlbeutel vorsichtig flachklopfen, die Innenseite mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen und mit wenig Dijonsenf dünn bestreichen.

Je eine Käsescheibe in eine Schinkentranche einwickeln, auf die untere Plätzlihälfte legen und das Plätzli zusammenklappen. Rundum sollte ein 2 cm breiter Rand frei bleiben. Ränder gut aneinander drücken. Mit dieser Technik läuft der Käse nicht aus und es braucht auch keine Holzsticks zum verschliessen!

Eier in einem Suppenteller verklopfen, mit Salz und Piment d’espelette würzen. Mehl und Panko separat in Suppentellern bereitstellen. Gefüllte Plätzli zuerst beidseitig im Mehl wenden. Darauf achten, dass keine Stelle frei bleibt. Den Rand nochmals gut zusammendrücken, überschüssiges Mehl abschütteln, Plätzli durchs Ei ziehen und in viel Panko wenden. Panko gut andrücken.

Die Cordon bleu in reichlich heisser Bratbutter leicht schwimmend bei mittlerer Hitze beidseitig je ca. 5 Min. braten. Aus der Pfanne heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit einer Zitronenspalte und Petersilie garnieren und servieren.

Bei Bedarf kurz im auf 60-80 Grad vorgeheizten Ofen, mit leicht geöffneter Ofentür, warm stellen.

Tipp
Dazu passen hervorragendend Pappardelle mit frisch geriebenem Parmesan

Warum nicht mal
– die Kalbsschnitzel durch Schweins-, Poulet- oder Trutenschnitzel ersetzen.
– den Vorderschinken durch Mostbröckli, Parma-, Serano-, oder andere feine luftgetrocknete Rohschinken ersetzen.
– den Greyerzer durch Appenzellerkäse, einen leckeren Bergkäse, Taleggio oder Blauschimmelkäse (Jersey Blue, Saint Agur, Gorgonzola, Roquefort) ersetzen.
– die Füllung mit fein gehacktem Knoblauch und/oder mit frischen Kräutern wie z.B. Salbei- oder Basilikumblätter veredeln.

Mesclun-Güggeli-Salat mit Trauben an Blaukäse-Dressing

gueggelitraubensalatMesclun-Güggeli-Salat mit Trauben an Blaukäse-Dressing

125 g Saint Agur (franz. Blauschimmelkäse)
8 Scheiben Frühstücksspeck
1 Joghurt Nature
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 Handvoll Schnittlauch, in feine Ringe schneiden, in das Dressing geben
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
150 g Mesclun (Schnittsalat)
1/2 Güggeli vom Grill (vom Traiteur), kalt
2 Handvoll kernenlose rote Trauben, halbiert
1 Handvoll Schnittlauch, in feine Ringe schneiden, den Salat garnieren

Den Salat auf 4 Teller anrichten. Die Haut vom grillierten Güggeli abziehen und entsorgen. Das Fleisch in mundgerechte Stücke zupfen. Den Speck in Fingerbreite Streifen schneiden und knusprig braten. Güggeli, Speck und Trauben auf dem Salat anrichten. Für das Dressing den Saint Agur mit der Gabel zerdrücken und mit dem Joghurt gut vermischen. Schnittlauchröllchen beigeben. Mit Knoblauch, Salz und Pfeffer würzen und über dem Salat verteilen. Mit Schnittlauchröllchen garnieren.

Tipp
Anstelle Trauben dünn geschnittene Apfel- oder Birnenscheiben verwenden

Peperoni alla crema di tonno – Peperoni mit Thunfischfüllung

peperoniroellchen1Peperoni alla crema di tonno

je 2 grosse rote und gelbe fleischige Peperoni
150 g Thunfisch in Öl (aus der Dose oder dem Glas)
1 EL Kapern
3 Sardellenfilets
3 EL Rahm
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
1 TL Zitronensaft

Den Backofengrill vorheizen. Die Peperoni waschen und durch den Stiel der Länge nach durchschneiden. Stiel und Trennwände mit Kernen entfernen. Peperoni mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im Ofen etwa 15 Minuten grillieren, bis die Haut dunkle Blasen wirft.

Die Peperoni mit einem feuchten Tuch abdecken und kurz ruhen lassen, dann die Haut abziehen und jede Peperonihälfte längs halbieren.

Den Thunfisch abtropfen lassen und mit den Kapern, den Sardellenfilets und dem Rahm mit dem Mixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Die Thunfischcreme auf den Peperonistreifen verteilen und aufrollen. Eventuell mit Zahnstochern oder Cocktailspiesschen feststecken. Bis zum servieren in den Kühlschrank stellen.

Tipp
Wer mag, rührt etwas Essig oder Zitronensaft mit Olivenöl, Senf, Salz und Pfeffer zu einer cremigen Vinaigrette. Die Peperoniröllchen auf Rucola oder Nüsslisalat anrichten und die Vinaigrette vor dem servieren verteilen.

Bündner Gerstensuppe – das beste für kalte Tage und lange Winternächte

Wer hat sie erfunden? Keiner weiss darauf eine Antwort. Vom Alpöhi bis zur Spitzenköchin schwören alle, dass sie sich an das Rezept ihrer Mutter halten. Die hatte es von ihrer Mama und diese von ihrer. Und so kocht bis heute jeder sein eigenes Süppchen. Verständlich, wie sollte im Kanton der 150 Täler ein einheitliches Rezept entstehen? Einig ist man sich nur bei den Grundzutaten. Rüebli, Sellerie, Wirz und Lauch gehören in den Topf. Selbstverständlich die namengebende Rollgerste. Die einen schwören auf Geräuchertes vom Schwein, andere schnipseln Bündnerfleisch hinein. Die Veredler geben einen Gutsch Rahm dazu, weil nur so die Suppe richtig schön sämig werde. Für Puristen ein Verrat an der Ursprünglichkeit. Die einen lieben sie dick, so dass der Löffel fast stecken bleibt. Ist doch egal wie, hauptsache die Suppe schmeckt und wärmt die Seele.

buendnergerstensuppeBündner Gerstensuppe

100 g Rollgerste (am besten Bündner Berg-Rollgerste)
2 l Wasser
Olivenöl, zum andünsten
500 g Suppengemüse (Lauch, Sellerieknolle, Rüebli, Wirz)
1 Zwiebel, mit Lorbeerblatt und 2 Nelken besteckt
100 g Trockenfleischabschnitte (Bündnerfleisch, Bündner Rohschinken, Salsiz oder Landjäger), kleingewürfelt
250 g geräuchter Speck, klein geschnitten
2 grosse Kartoffeln festkochend
Sel des Alpes, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Muskat Schnittlauch für die Garnitur

Das Gemüse und die Kartoffeln klein schneiden und zusammen mit der besteckten Zwiebel andünsten, bis es gut riecht. Gerste zufügen und kurz mitdünsten. Mit Wasser ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen. Kleingewürfeltes Trockenfleisch und Speck beifügen und alles zugedeckt auf kleinem Feuer etwa 2 Stunden köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und wenn nötig etwas Wasser beifügen. Lorbeerblatt und Nelken herausfischen und entsorgen. Gerstensuppe pikant abschmecken und in vorgewärmten Tellern anrichten. Schnittlauch mit der Schere direkt darüber schneiden. Sofort servieren.

Dazu passt frisches knuspriges Brot

Tipp
Eine Gerstensuppe ist, auch am Tag danach aufgewärmt, mindestens so gut wie frisch gekocht. Empfehlung: dieses Rezept in doppelter oder dreifacher Menge kochen.

Bündner Steinböcke

Zuppa di Cozze Piccante – Pikante Muschelsuppe

Nachgekocht aus  „The River Cafe“ von Rose Gray und Ruth Rogers – sehr Hitverdächtig!

Diese Muschelsuppe stammt aus Apulien und ist mit ihren Zutaten – wie Chilischoten, Sardellen und Tomaten – typisch für die süditalienische Küche.

zuppacozzeZuppa di Cozze Piccante

2 kg Miesmuscheln, gereinigt
75 ml Olivenöl
150 ml Weisswein (z.B. Orvieto)
4 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
6 Sardellenfilets
3 kleine getrocknete Chilischoten, zerrieben
800 g Pelati, gehackt
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Bund glattblättrige Petersilie, gehackt

Bruschetta

Pugliese-Brot oder Chiabatta
1 Knoblauchzehe, geschält und halbiert
bestes Olivenöl

Etwa 60 ml Olivenöl in einem grossen Topf erhitzen, dann die Miesmuscheln, den Weisswein und 120 ml Wasser hinzufügen und bei grosser Hitze dämpfen. Nicht geöffnete Muscheln wegwefen. gegebenenfalls in mehreren Schüben dämpfen, dazu die angegebenen Mengen Öl, Wein und Wasser entsprechend aufteilen.

Die Muscheln aus dem Topf nehmen und die Garflüssigkeit einkochen lassen, bis sie auf die Hälfte reduziert ist. Dann die Hälfte der Muscheln aus Ihren Schalen lösen.

Das restliche Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen und den Knoblauch anbraten, bis er leicht goldbraun ist. Die Sardellen hinzufügen und zusammen mit dem Knoblauch im heissen Öl mit einer Gabel zerdrücken. Die Garflüssigkeit der Muscheln sowie die Chilischoten und die Tomaten dazugeben und etwa 15 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Tomaten angedickt sind. Mit Pfeffer, Salz und weiteren Chilischoten abschmecken; dann alle Muscheln und die Hälfte der Petersilie hinzufügen.

Für die Bruschetta das Brot von beiden Seiten rösten und und mit Knoblauch einreiben. Die Suppe in tiefe Teller füllen und zusammen mit Bruschetta, der restlichen Petersilie und einem kräftigen Schuss Olivenöl servieren.

Bei einem London-Besuch lohnt sich sicher ein Besuch im „River Cafe“. Zur Website

Fribourger-Fondue Moitié-Moitié

Moitié-moitié, das heisst halb Gruyère, halb Vacherin Käse – so wird das Fribourger Fondue zubereitet. Es ist das beliebteste der Schweiz. Warum ausgerechnet diese heisse „Käsesuppe“ zur Nationalspeise wurde, ist nicht geklärt. Vielleicht liegt es an der Zeichensprache: Wie bei den vier Kulturen und Sprachen der Schweiz verbinden sich auch beim Fondue mehrere Teile zu einem grossen Ganzen – demokratisch wird das Fondue geteilt. Dazu wird (viel) getrunken, kommuniziert, gelacht.

fondueFribourger-Fondue moitié-moitié

1 Knoblauchzehe, halbiert
400 g Gruyère, in kleine Würfeli schneiden
400 g Fribourger Vacherin, in kleine Würfeli schneiden
4 dl trockener Weisswein (z.B. Chasselas) oder klarer saurer Most
2 TL Zitronensaft
1 EL Maizena ( Speisestärke)
1 Gläschen Kirsch, nach belieben
Cayenne-Pfeffer, Muskatnuss
500 g frisches Weissbrot mit viel Rinde, in mundgerechte Stücke geschnitten (z.B. Baquette)

Das Caquelon mit der Knoblauchzehe ausreiben und diese nach belieben im Caquelon lassen. Den Gruyère mit Maizena im Caquelon vermischen und zusammen mit Weisswein und Zitronensaft unter kräftigem Rühren aufkochen. Die Hitze reduzieren, den Fribourger Vacherin beigeben und tüchtig rühren, bis er schmilzt. Das Fondue darf nicht mehr kochen. Den Kirsch und wenig Cayenne-Pfeffer dazugeben. Bei geringer Hitze und unter ständigem Rühren langsam schmelzen, bis die Masse sämig ist. Mit Muskat abschmecken. Fondue am Tisch auf einem Rechaud leise köcheln lassen. Damit die Kruste nicht anbrennt und bitter wird, mit den eingetauchten Brotwürfeln auf dem Pfannengrund gut rühren. Die am Schluss übrig bleibende Kruste am Boden des Caquelon gilt unter Kennern als Delikatesse.

Passende Getränke
Schwarztee, Fendant, Waadtländer Chasselas (Féchy, La Côte), Kirsch

Le Coup du Milieu oder das „Verdauerli“
So nennt man den Schluck Kirsch, den man zwecks Förderung der Verdauung während des Fonduemahles möglichst «mittendrin» zu sich nimmt. Viele Fondueliebhaber „baden“ ihre Brotwürfel zunächst einmal im Kirsch, bevor sie dieselben in den Käse tauchen.

Fondue Regeln
Wer einen Brotbrocken verliert spendiert eine Flasche Wein. Damen haben es einfacher. Wenn ihnen ein Stückchen Brot von der Fonduegabel fällt, können sie mit einem Kuss bezahlen. Den Empfänger dürfen sie sich aussuchen!
Wer kennt nicht Asterix bei den Schweizern wo Raclettus den gemeinsamen Abend mit einer besonderen Regel verfeinert: Wer sein Brotstückchen in dem geschmolzenen Käse verliert, hat was gut! Beim ersten Mal fünf Stockhiebe! Beim zweiten Mal zwanzig Peitschenhiebe! Beim dritten Mal wird er mit einem Gewicht an den Füssen in den nahegelegenen Genfer See geworfen…

Tipps
Anstatt das Brot in Würfel zu schneiden, können auch Baguettes gereicht werden, die dann am Tisch in mundgerechte Stücke gebrochen werden. Die Knoblauchzehen (je nach Belieben dürfen es auch mehr sein) können auch fein geschnitten oder mit einer Knoblauchpresse ins Caquelon gegeben werden. Ist das Fondue zu wenig gebunden oder gar geronnen, nochmals einen TL Maizena mit wenig Weisswein anrühren und das Fondue unter Rühren kurz aufkochen.

Die Käsemischung – ein Thema mit vielen Variationen. Was du über das Trio Gruyère, Emmentaler & Vacherin wissen solltest:

Gruyère AOC

  • schmilzt geschmeidig, der ideale Fonduekäse
  • würzt rassig
  • 2 bis 3 Reifegrade, von rezent, mittelreif bis surchoix verwenden

Geheimtipp: Mit Etivaz AOC mischen. Der würzig-fruchtige Alpkäse aus der Romandie schmeckt fein nussig. Davon 300 bis 400 Gramm

Emmentaler AOC

  • rundet den Geschmack ab, gehört nebst Gruyère zum meistverwendeten Fonduekäse
  • mindestens einjährig wählen, damit er geschmeidig schmilzt
  • davon 200 bis 300 Gramm

Vacherin Fribourgeois AOC

  • für crèmig-seidenen Schmelz
  • rundet ab und ergänzt die Aromen von Gruyère und Emmentaler
  • davon 200 bis 400 Gramm

Weitere Mischungen

  • Moitié-Moitié: Gruyère und Vacherin Fribourgeois zu gleichen Teilen
  • Fribourgois: nur Vacherin, 2 bis 3 Reifegrade mischen
  • Waadtländer: nur Gruyère, 2 bis 3 Reifegrade mischen
  • Spezielle Würze: extraharter Sbrinz, Bergkäse, rezenter Appenzeller, Tilsiter – oder, für Kenner: Tête de Moine, Schabziger

Pikanter Cake mit Oliven und Chorizo

schmeckt herrlich warm oder kalt und bereichert das Apéro-Buffet

 

olivenkuchenOliven-Chorizo-Cake

Butter für die Form
460 g Mehl
1 Beutel Backpulver
1 TL Salz
3 Eier
250 g Quark
1 EL Olivenöl
200 g Chorizo
200 g grüne Oliven, ensteint
50 g Pecorino Romano, frisch gerieben
Milch zum Bepinseln

Backofen auf 180 °C vorheizen. Cakeform mit Butter ausreiben. Mehl, Backpulver und Salz mischen. Eier, Quark und Öl dazugeben und zu einem glatten Teig kneten. Chorizo in Würfelchen, Oliven in Ringe schneiden. Chorizo, Oliven und Käse zum Teig geben und gut verkneten. Teig in die Form füllen. Mit einem Messer kreuzweise einschneiden. Mit etwas Milch bepinseln und in der Ofenmitte ca. 50 Minuten backen. Cake abkühlen lassen und in Scheiben schneiden.

Hühnersuppe – die Mutter aller Suppen, als Seelentröster oder Schnupfenmedizin

huehnersuppeHühnersuppe

2 Pouletbrüstchen
40 g gesalzene Butter
1 Zitrone, abgeriebene Schale und Saft
1 kleiner Lauch, mit dem schönen Grün in feine Ringe schneiden
1 Rüebli, mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden
1 Lt kräftige Hühnerbouillon, heiss
80 g Suppenpasta, z.B. griechische Kritharaki (sehen aus wie Reiskörner)
Pfeffer aus der Mühle
1 Handvoll glattblättrige Petersilienblätter (die leeren Stängel mitkochen, vor dem servieren wegwerfen)

Pouletbrüstchen in kleine Streifen oder Würfel schneiden. Butter mit Zitronenschale, Zitronensaft und kleingeschnittenem Gemüse erwärmen. Pouletfleisch beifügen und unter Wenden erhitzen, bis das Fleisch weiss wird. Bouillon und Pasta dazugeben. Bei kleiner Hitze 10 Minuten ziehen lassen. Die Suppe in vorgewärmte Teller verteilen. Mit Pfeffer nachwürzen und mit den Petersilienblättchen anrichten.

Cocotte Brot – Brot ohne Kneten – No knead Bread

Zugegeben, man braucht Zeit respektive Geduld für diese Art von Zubereitung. Aber kein anderes Rezept nutzt den Gusseisentopf so intensiv wie diese ungewöhnliche Art des Brotbackens. Und das Resultat ist sagenhaft: So muss Brot sein, mit einer Kruste, die beim Herausnehmen und Abkühlen hörbar singt (kracht).

cocotte-brotCocotte-Brot

für 1 Brot à ca. 700 g
für 1 Gusseisentopf (Cocotte) à 4 l mit Deckel

400 g Mehl
1,5 TL Salz
1 Beutel Trockenhefe (7 g)
3 dl Wasser, handwarm
Mehl zum Bestreuen

Mehl, Salz, Hefe und Wasser in einer Schüssel mischen. Nur so lange mischen, bis der feucht-feste Teig zusammenhält – nicht kneten! Zugedeckt bei Raumtemperatur 12 Stunden gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat und die Oberfläche voller Blasen ist. Teig mit Teigschaber auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und 4x falten: Mit bemehlten Händen erst den oberen, dann den unteren, den linken und den rechten Rand des Teigs in die Mitte falten. Teig rasch rund formen, auf ein bemehltes Baumwoll- oder Leinentuch geben. Mit Mehl bestreuen. Mit den Tuchenden lose bedecken. 1 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur (warm) gehen lassen. Gusseisentopf samt Deckel auf einem Blech in den unteren Drittel des Backofens schieben, auf 240 Grad vorheizen. Topf aus dem Ofen nehmen, Deckel entfernen. Brot mithilfe des Tuchs „upside down“ in den heissen Topf geben. Rasch mit dem heissen Deckel bedecken, in den Ofen schieben. 30 Minuten backen. Deckel entfernen, Brot weitere 15 bis 30 Minuten backen. Herausnehmen, Brot aus dem Topf nehmen, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Jetzt wird die Kruste singen, garantiert.

Das Brot bleibt fast eine Woche frisch, Knusperkruste inklusive.

Quelle: The New York Times

Rückwärts gebratenes Bife de Lomo mit Chimichurri Sauce

Rückwärts gebraten bedeutet nicht etwa, dass sich der Koch mit dem Rücken zum Herd stellt, sondern dass man die „normale“ Reihenfolge, Fleisch zunächst scharf anbraten, um es dann im Backofen bei niedriger Temperatur auf den gewünschten Garungsgrad zu bringen, umdreht. Diese Methode funktioniert mit allem niedergarfähigen Fleisch. Unser Bife de Lomo wird dabei bei 80 Grad in den vorgewärmten Backofen gegeben, bis eine Kerntemperatur von 40 Grad erreicht wird. Dann wird das Filet scharf angebraten, damit es Röststoffe und Farbe annimmt. Das Ergebnis ist ein wunderbar zartes Fleisch – genau so, wie wir es doch lieben.

lomo-mit-chimichurriBife de Lomo – sträwkcür netarbeg

800 g Argentinisches Rindsfilet
1 El Erdnussöl
Meersalz, weisser Pfeffer aus der Mühle
Fleur de Sel
etwas vom besten Olivenöl

Das ungewürzte Filet im vorgeheizten Ofen bei 80 Grad bis zum erreichen von 40 Grad Kerntemperatur niedergaren, dabei unbedingt einen Bratenthermometer benutzen. Das Filet herausnehmen, kurz abstehen lassen, in eine Alufolie einwickeln und beiseite stellen. So kann das Filet bis zu einer Stunde aufbewahrt werden. Das Fleisch vor dem Servieren in einer heissen Pfanne mit Erdnussöl kurz auf allen Seiten scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, sofort aufschneiden und mit der Chimichurrisauce servieren. Bei Bedarf mit Fleur de Sel nachwürzen. Etwas Olivenöl auf die Schnittfläche geben

Chimichurri-Sauce

1,5 dl Olivenöl
ein Bund glatte Petersilie
4 Zweige Koriander, Blätter und Stengel
1 Schalotte
4 Knoblauchzehen
je 1 TL getrocknetes Oregano und scharfer Paprika
getrocknete Chiliflocken, nach belieben
4 El Rotweinessig
1 Tomate, entkernt, klein gewürfelt
Meersalz und schwarzer Pfeffer zum abschmecken

Alle Zutaten (bis auf den Essig und die Tomatenwürfel) mit dem Stabmixer fein hacken. Eeine halbe Stunde ziehen lassen, dann den Essig und die Tomatenwürfel hinzugefügen. Die fertige Sauce passt nicht nur als Dip zu Brot, gegrilltem Fleisch, Fisch und Gemüse, sondern kann auch als Marinade verwendet werden.

perfekte Beilage:
Kartoffelgratin

700 g Kartoffeln, festkochende Sorte z.B. Nicola
2 dl Vollmilch
2 dl Vollrahm
0,5 dl schwerer Weisswein (z.B. weisser Merlot)
40 g Greyerzer
40 g Sbrinz
30 g Butter
2 Knoblauchzehen
2 Prisen Meersalz
2 Prisen weisser Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Muskat, gemahlen

Die Kartoffeln in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden. Den Käse fein reiben und den Knoblauch fein hacken. Die Gratinform mit Butter austreichen un mit dem gehackten Knoblauch ausreiben. Die Milch mit dem Rahm und dem Weisswein aufkochen. Mit Salz Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Kartoffelscheiben dazugeben, mischen und unter Rühren bei kleinem Feuer 5 Minuten kochen. Vom herd nehmen und die Hälfte des Reibkäses darunterziehen. In die vorbereitete Gratinform verteilen, mit dem restlichen Käse und Knoblauch bestreuen und mit flüssiger Butter beträufeln. Bei 170 Grad 50 Minuten im Ofen backen.

Forellentätschli mit Blattspinat

forellentaetschli

Forellentätschli mit Blattspinat

200 g geräucherte Forellenfilets ohne Haut und Gräte, fein gehackt
2 Kartoffeln, mehligkochend, geschält
2 Frühlingszwiebeln, mit dem schönen Grün fein gehackt
2 EL frischen Dill, fein gehackt
2 El Schnittlauch, fein gehackt
1 Ei
2 El Olivenöl
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle

Die Kartoffeln in Stücke schneiden, in einem Topf mit kaltem Wasser zum Kochen bringen und weich garen. Abgiessen, Kartoffeln zerstampfen und abkühlen lassen. Forellenfilets, Frühlingszwiebeln, Dill und Schnittlauch zum Kartoffelpüree geben, vermischen, abschmecken und dann das Ei unterziehen. Von Hand gut vermengen und zu 8 grossen oder 16 kleinen Tätschli tätscheln. Das Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen und die Tätschli portionenweise rundum goldbraun braten.

Blattspinat

400 g Blattspinat
2 El Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 dl Weisswein oder Noilly Prat
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle, Muskat

Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken, mit etwas Olivenöl in einer Pfanne anziehen lassen, Spinat tropfnass dazu geben. Zugedeckt dämpfen, bis der Spinat zusammengefallen ist. Mit dem Weisswein oder mit Noilly Prat ablöschen. Auf kleinem Feuer leicht köcheln. Mit Salz und Pfeffer und wenig Muskat abschmecken.

Dazu servieren: Mayonnaise und Zitronenschnitze